Immer wieder taucht die Ansicht auf, dass Bewegungsabläufe beim Skifahren sehr komplex seien und deshalb das Lernen, zumindest für manche Erwachsene, kein Kinderspiel wäre. Besonders Menschen, die in ihren Berufen oder Lebensgewohnheiten mehr zum Analysieren, als zum Erfahren neigen, tun sich oft schwer. Die Biomechanik könnte aber paradoxerweise gerade den Ski-Ingenieuren helfen ein wenig analoger an die Sache heranzugehen.
Drehen
Beugen
Strecken
Kippen
Federn
Halten
Bleiben wir vorerst bei den simplen Bewegungen, die für niemanden neu oder kompliziert sind. Man könnte über sie zum Schluss gelangen – Ski Analogie
, dass es fürs Skifahren gut tun könnte, wenn man die Komplexität der gesamten Bewegungs-Zusammenänge ausklammert und sich immer wieder auf die Qualität der einzelnen Kernbewegungen konzentriert. Und damit es noch einfacher wird, immer auf den Beginn einer einzelnen Bewegung.
Wenn man den Beginn einer Bewegung nicht als einfach und leicht empfindet, kann die Bewegung im weiteren Verlauf nur schwieriger werden. Es wird dann wirklich komplex, sich einen runden Schwung auch nur vorzustellen. Gewissensfrage für Ski-Ingenieure: “Wie wollt ihr etwas am Reißbrett entwerfen, das ihr euch an der Basis nicht einmal präzise vorstellen könnt?” Eine kleine Trocken-Trainings-Anregung. Etwas weniger Mucki-Buden-Power und etwas mehr Leichtigkeit. Kann fürs Feingefühl nicht schaden!

