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Zentrisch Skilaufen
Gefühle sind es, die bewegen.
Und Bewegung ist unsere Wirklichkeit.
Zentrisch positioniert Skifahren
Ganz unbeschwert über einen Hang schwingen, im Zentrum der eigenen Gefühle sein. Von diesem Zentrum aus kann ich mein gesamtes Interesse auf den Schnee, die Piste oder Landschaft richten oder überhaupt auf alles das, was nichts mit den Bewegungen meines Skilaufens zu tun hat. Das Bewegungsverhalten von Tieren ist immer ein Bewegen in zentrischer Positionalität. Es weist auch bei den Menschen die Kennzeichen eines geschützten und sicheren Ablaufs der Handlung auf, so, als ginge es von selbst.
Exzentrisch positioniert Skifahren
Diese Kennzeichen gehen bei der Bewegung in exzentrischer Positionalität verloren. Wenn ich mich in exzentrischer Positionalität bewege, dann kann man von einer Ich-Funktion reden, die nicht in der Bewegungsfunktion aufgeht. Es gibt eine Ich-Funktion, die die Bewegung an sich beobachtet. Dann kann man auch wirklich von einem Bewegungsapparat reden, der gesteuert wird, wie ein Instrument mit dem Bewegungsziele realisiert werden. Als Beispiel für das exzentrische Steuern kann man hier unkoordinierten oder unzweckmässigen Stockeinsatz anführen. Das Interesse gilt dann fast vollständig den Hand- Arm und Schulterbwegungen an sich, da man versucht diese Bewegungen so auszuführen, dass sie am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Die unkoordinierte Stockeinsatzerfahrung ist jedoch lediglich ein Beispiel, obwohl in diesem Zusammenhang ein sehr wichtiges. Doch das allgemeinere Wort, das hier besser zutrifft, ist: erfahrene Unsicherheit. Es entsteht nämlich zwangsmäßig eine exzentrische Steuerungsposition, sobald die Situation als unsicher eingeschätzt wird. Dies ruft im gesamten Bewegungsverhalten sofort eine Überwachungsfunktion hervor.
Persistente exzentrische Positionalität.
Das muss eine gesunde Bewegungsfunktionalität nicht unbedingt stören, wenn es sich dabei auf momentane Eingriffe in konkreten Funktionen, aufgrund von akuten Funktionsforderungen wegen vorbeigehenden, bestimmten Situationskennzeichen beschränkt. Wenn sich aber ein solches Unsicherheitserlebnis nicht mehr nur auf momentane Aktionen beschränkt, beispielsweise weil Übungen zu komplex oder Gelände bzw. Schneebeschaffenheit zu schwierig sind, dann entsteht oft eine bleibende Überwachungsfunktion,- die dem Subjekt ein Bewegen in zentrischer Positionalität unmöglich macht, - eine persistente exzentrische Positionalität. Eine solche persistente exzentrische Positionalität führt im Prinzip zu einer Unmenge von unökonomischen Haltungen und Bewegungen die "chronisch" werden und den Skiläufer über einen bestimmten Könnenslevel kaum oder gar nicht mehr "hinauswachsen" lassen.
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![]() Zentrische und exzentrische Positionalität
Diese verschiedenen Positionen sind nachweisbar in allen, früher angelernten Bewegungsverhaltensmustern wie gehen, Gleichgewicht halten, bücken, greifen, schreiben, Fahrrad fahren, usw. Wenn ich in zentrischer Positionalität Ski laufe, dann verschwende ich (solange nicht etwas ganz Besonderes passiert) kein Interesse an die vielen, komplizierten Bewegungen, die für das Halten des Gleichgewichts und für das Vorwärtskommen in eine bestimmte Richtung nötig sind. Es gibt keine Distanzierung zwischen mir selber und den Bewegungsfunktionen, die ich vollziehe, da ich vollständig der, durch die Bewegung funktionierende Körper, bin. Diese Form von körperlich in Bewegung sein ist das Zentrum von dem aus ich in diesem Augenblick lebe, anders Ausgedrückt ich bin im Flow. Videoanalysen von Skiläufern zeigen, dass für eine adäquate Haltungs- und Bewegungsfunktionalität - ausgeführt in zentrischer Positionalität - das folgende Prinzip gilt: der Stützpunkt/Ausgangspunkt von dem aus zu einem Objekt aus der Umgebung bewegt wird, liegt immer außerhalb des Körpers. Bei exzentrischer Positionalität liegt dieser Stützpunkt im Körper. Ein "exzentrisch funktionierender" Skiläufer hat unbewusst den Teil des Körpers, der mit der Umwelt in Interaktion steht, von einem nicht bewusst steif gehaltenen anderen Teil des Körpers, im Griff. Der Teil des Körpers der sich in der Interaktion befindet, wird durch den steif gehaltenen anderen Teil in seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt und also durch diesen gesteuert. Bewegungsfunktion und Skistöcke
Eine These von Nicola Werdenigg: Durch das leichte Handling von Carvingskis und ihrer ausgeprägte Autokinetik sind Skistöcke als Drehhilfen zumindest im Basisunterricht nur in Ausnahmefaellen nötig. Werden sie dennoch als Balance- oder Tasthilfen eingesetzt könnten sie einen massgeblichen Einfluss zur Erlangung chronischer exzentrischer Positionalität des Lernenden haben. Da einerseits der Skistock oft als Verlängerung des Arms empfunden wird und andererseits bei Unsicherheiten oftmals ein krampfhaftes Festhalten der Skistöcke zu beobachten ist könnte die Beeinflussung durch Stöcke im Anfängerunterricht oder beim Erlernen ungewohnter Bewegungen massgeblich zu einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit jener Körperteile beitragen, die unmittelbar an der Interaktion mit der Bewegung auf Schnee verbunden sind. Links zum Thema auf kunstpiste.com
Snow Flow
Skilaufen mit Imagination Motiviert, konzentriert Skilaufen Gewandt und geschickt Skilaufen | |||
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