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Skientwicklung
Seit Jahren beschäftigt mich das Thema Skientwicklung im Zusammenhang mit realen Bewegungsbedürfnissen von Skifahrern wie "Du und ich". Wie in der Rennskientwicklung, spielt auch bei der Entwicklung unerer edelwiser Prototypen und dem Bau der Serienskis die Bauweise eine entscheidende Rolle. Nur durch manuellen Skibau, können feine Abstimmungen der jeweiligen Eigenschaften vorgenommen werden.
Backe, backe Kuchen
Nicht zu unrecht wird die feinste aller Skibaumethoden Sandwichbauweise genannt – sie ist in der Tat für Hobbyköche leicht nachvollziehbar; in etwa so wie die Zubereitung einer Torte.
Zuallererst sollte man sich über die Skiform klar sein, Skibausprachlich nennt man das die geometrischen Parameter; also im wesentlichen Länge, Schaufelform, Schaufelbreite, Heckform, Heckbreite, Skimitte, Sidecutverlauf. Nun geht’s an die Herstellung einer Bauform – Mold – in welche die "Zutaten" schichtweise eingelegt werden können und dann gewissermaßen ins Backrohr, die Skipresse, geschoben werden. Man nehme: Einen hochwertigen Belag, feine Stahlkanten, eine Prise Gummi (um unterschiedliche Materialeigenschaften zu Harmonisieren), bei Bedarf Aluminiumlegierung in gewünschter Stärke und Dichte, Fasermatten, einen gut abgelegenen und schön geformten Holzkeil, etwas ABS oder Phenol für die Abdeckung der Seitenwangen und eine sorgfältig gestaltete Oberfläche; als Bindemittel (Eiklar, Mehl und Wasser beim Tortenbacken) eigenen sich Kunstharze am Besten. Man lege nun alle Zutaten schichtweise in die Form, beginnend mit dem Belag und den Kanten, also von unten nach oben und achte darauf, dass alle Schichten sorgfältig mit Harz verbunden werden. Nun gebe man achtsam den geeigneten Deckel auf die Form und schiebe das ganze in die Skipresse. Entsprechender Druck, Temperatur und Pressdauer sind ebenso wie die genaue Materialabstimmung gut gehütete Rezepturen – ähnlich jener von Haubenköchen für sehr spezielle Gerichte. |
![]() Skibauparameter
Skis die breitbandig funktionieren sollen benötigen eine einfache Grundstruktur. Sie sollen einen einfachen Bewegungsablauf ermöglichen. Leichteres Lernen und eine natürliche Fahrweise ohne starre Haltung, übertriebene Verdrehungen, Verwindungen und Stockeinsatz unterstützen. Dazu ist eine ausgewogene Abstimmung der Skibauparameter wichtig. [+] Skibauparameter Bewegungszentrierte Entwicklung
Meine Entwicklungsgrundlage ist die Betrachtung einer ausgereiften modernen Fahrweise, die im Kurvenverlauf dem Spiel mit Umgebungskräften den Vorzug vor Einsatz hoher Körperkraft gibt.
In dieser modernen Fahrweise erfolgen Kernbewegungen eher Gewandtheits- als Geschicklichkeitsorientiert. Gewandtheit bedeutet durch Rumpfbewegungen geführte Ganzkörperbeweglichkeit, unter Geschicklichkeit versteht man Bewegungen der Extremitäten, wie der Arme, Beine, Hände, Finger und Füße, sowie peripherer Körperteile, zum Beispiel Kopf, Schulter und Hüfte. Kernbewegungen des Skifahrens sind im Wesentlichen Drehen, Beugen, Strecken, Kippen, Knicken, Federn, Halten. Diese Bewegungen stehen im Umfang (Raum), im Rhythmus (Zeit) und in der Energie (Kraft) mit den Gegebenheiten (Radius, Geschwindigkeit, Hangneigung, Schneebeschaffenheit und Material) in Wechselwirkung. Vereinfacht kann man sagen, eine dynamische Fahrweise entspricht nicht dem Beherrschen von Material und Techniken sondern sucht auf jedem Könnenslevel einen Bewegungsspielraum innerhalb der eigenen Möglichkeiten und äußeren Gegebenheiten. Selbstverständlich spielen dabei die Eigenschaften des verwendeten Skimaterials im Hinblick auf ökonomische Kernbewegungen eine wichtige Rolle. | |||
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