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"Bedienungsanleitung" für Carvingskis
"Carven kann man auf vielerlei Art und Weise. Beim Rutschen hört es allerdings auf."
vorausgesetzt
losgelassen
geschwungen
kurz und gut
Basics auf einen Blick:
Auf überfüllten Pisten können selbst Weltmeister nicht carven. Zwischen 9°° und 11°° sind viele Hänge noch frei und frisch präpariert. Nachtmenschen empfiehlt sich die Zeit von 15°°-16°° für ungestörten Genuss Für persönliche Fragen steht das Follow Up am Seitenende zur verfügung.
Viel Spass beim "Umsteigen"! —Nicola |
![]() L. Gasperl - Scuola di Sci Discesismo, 1939
Umsteigen auf die Carvingtechnik
Tipps und Tricks die sich in der Praxis vielfach bewährt haben. Besonders wichtig ist die Wahl des richtigen Geländes! Basics in Wort und Bild Eben
Mach dich mit deinen Carvingskis auf einer ebenen Fläche vertraut, egal wie gut du schon Skifahren kannst! Die ersten Schritte zeigen dir bereits wesentliche Unterschiede zu deinen gewohnten Skiern. Veränderungen durch Länge und Breite wirst du schon beim Gehen bemerken. Schlittschuhschritte im Flachen zeigen dir wie sich Kanten, Taillierung und Flex beim Beschleunigen auswirken. Besonders wichtig ist dein Blick, der ganz weit nach vorne gerichtet sein soll. Achte auch darauf, dass immer beide Skis Schneekontakt haben. Sanft
Für den nächsten Schritt brauchst du einen Hang mit geringer Neigung - Babylift, Anfängerlift. Besonders wichtig ist, dass du sehr breitbeinig (mindestens Hüftbreit) in der Falllinie losfährst. Dann neigst du einfach deinen ganzen Körper über das Bein auf die Seite. Den anderen Fuß bewegst du dabei leicht nach hinten. Lass Dich vom Ski (ver)führen! Er bewegt dich ohne weiteres Zutun in die gewünschte Richtung. Zum Stehen kommst du ohne zu bremsen, da deine Kurve ja bergauf führt. Beispiel Bogen nach rechts: Körper nach rechts neigen, linken Fuß nach rückwärts ziehen, abwarten. Versuche dann Kurve an Kurve zu reihen, "schreite" sozusagen nach unten. Besonders angenehm ist diese Bewegung wenn du die Arme zu Hilfe nimmst um deinen Schwung zu unterstützen. Freiraum
Erinnere dich an Eindrücke am flachen Hang und versuche deine neue Erfahrung im steileren Gelände anzuwenden. Du wirst bemerken, deine Carvingskis lassen sich bei Bedarf genauso Rutschen und besser Drehen als herkömmliche Skis. Durch das Spiel mit Rhythmus, Geschwindigkeit und Gelände wirst du rasch Sicherheit erlangen. Stell dir jede Kurve als Halbkreis vor. Achtung deine Radien werden jetzt weiter als beim herkömmlichen Skilauf und deine Geschwindigkeit nimmt zu, wenn du weniger driftest. Achte bitte auf andere Pistenbenutzer. Dein Tempo kannst du reduzieren, indem du den Schwung etwas bergauf auslaufen lässt. Schneidig
Das eigentliche Carving ist ein Richtungswechsel auf der Kante ohne zu Rutschen. Am besten gewinnt man diese Erfahrung zunächst auf langen Flachstücken. Das Spiel mit Kippen und Kanten bringt auch Abwechslung auf sonst öde Skiwege. Konzentriere dich auf die Fußsohlen. Du kannst dein Gewicht langsam von einer kleinen Zehe über die gesamten Ballen zur anderen und wieder zurückrollen und dabei feststellen wie dich die Ski auf der Kante führen. Willst du eine stärkere Reaktion spüren, kannst du diese Schaukelbewegung auch durch eine Kniebewegung unterstützen. Noch mehr Druck auf die Kanten lässt sich mit dem Rumpf und den Armen, ausgelöst durch eine schwingende Beckenbewegung, erzielen.
Spiel
Kurven mit Innenlage wie am Snowboard, Beschleunigung, Surfen im Tiefschnee... die Grenzen der Lust an Bewegung sind weit. Jeden Tag lässt sich ein neues Spiel mit Carvingskis entdecken. Voraussetzung dafür ist Vertrauen und Gewicht auch auf den Innenski zu verlagern.
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