<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss
version="2.0"
xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
> <channel><title>KUNSTPISTE - Skimagazin mit Kurvengeist</title> <atom:link href="http://www.kunstpiste.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.kunstpiste.com</link> <description></description> <lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 21:09:40 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.1.3</generator> <item><title>Im FIS Werbeziel</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/02/im-fis-werbeziel/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-fis-werbeziel</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/02/im-fis-werbeziel/#comments</comments> <pubDate>Sun, 05 Feb 2012 18:01:50 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Skiwelt aktuell]]></category> <category><![CDATA[Slide]]></category> <category><![CDATA[FIS]]></category> <category><![CDATA[Rennlauf]]></category> <category><![CDATA[Skiverband]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=5011</guid> <description><![CDATA[Die "Rote Linie" ist die zweite Ziel-Linie bei FIS Events. Die der Werbung. Sowohl die Skis als auch die Emotionen dürfen erst im hoch bezahlten Werbe-Zielraum hergezeigt werden.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die FIS legt zwei Ziel-Linien bei Wintersport-Events fest. Eine für die Stoppuhr. Eine für die Werbung. Die Banden am &#8220;Exit Gate&#8221; konnte die FIS früher am teuersten verkaufen. Die FIS zwingt deshalb die Athleten mit einer zweiten roten Linie dazu ihre Fahrt erst dort zu beenden. Die Bandenwerbung hat sich zwar verändert. Die Rote-Linie-Regel blieb aber, wie viele andere FIS Norm-Relikte, trotzdem bestehen.</p><blockquote><p><strong>IWO FIS &#8211; Förderung und Werbung</strong></p><p
style="text-align: center;"><img
class="size-full wp-image-5042 aligncenter" title="Kohle im Schnee © djama " src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/Fotolia_geldschein.jpg" alt="" width="256" height="169" /></p><p>§ 206.5. Der Wettkämpfer darf keinen oder beide Skis oder das Snowboard abschnallen, bevor er die vom Organisator anzubringende rote Linie im Zielraum überfahren hat.</p></blockquote><p>Hermann Maier war 1997 das erste prominente Opfer dieser, in den Neunzigern eingeführten, Regel. Nun hätte sie beinahe Julia Mancuso ihren Super-G Sieg von Garmisch gekostet. Fatal ist die Tatsache, dass es in beiden Fällen tatsächlich um den ersten Platz ging. Jemand den es ohne Ski über die sportliche Ziellinie schmeißt, ist von der Regel nicht betroffen. Und meistens auch ohne Chance auf die vordersten Plätze.</p><p><strong>Materielle Hochleistungsmaschinerie</strong><br
/> Die Rote-Linie-Regel zeigt klar: Sportliche Fairness und auch die persönliche Entlohnung der Athleten haben einen geringeren Stellenwert als die finanziellen Interessen der FIS. An sich kein Problem, würde man sich klar als Unternehmen mit kommerziellen (Ski-)Interessen präsentieren. Problematisch ist allerdings, dass der Öffentlichkeit Skisport ausschließlich als immaterielle Wertsache mit sportlichen Idealen gezeigt wird.</p><p><strong>Einigkeit und Öffentlichkeit machen Athleten stark</strong><br
/> Wenn sich Julia Mancuso heute ihres Sieges in Garmisch trotz des Rote-Linie-Regelbruchs freuen kann, liegt das möglicherweise daran, dass jetzt die Athleten mehr Einigkeit zeigen als zu Hermann Maiers Zeiten. Sie haben trotz FIS Maulkorberlass begonnen gemeinsam zu protestieren. Und auch die FIS dürfte erkannt haben, dass Sponsoren mehr Freude an fröhlichen Siegern als an griesgrämigen Regelwächtern finden.</p><blockquote><p><strong>Die Seilschaften</strong><br
/> FIS Präsident Gian Franco Kasper ist auch einer der einflussreichsten IOC Wintersport-Funktionäre. IOC und FIS sind zwar nach wie vor Altmänner-Clubs, doch spätestens seit Juan Antonio Samaranch das Olympische Welt-Zepter in die Hand bekam, auch wirtschaftliche Machtfaktoren. Samaranchs Privatisierung der olympischen Idee folgend wurde im Herbst die FIS Marketing AG gegründet. Ihre ausgewiesenen  Ziele: Die Aufwertung der FIS Marketingrechte, die Entwicklung von Sponsoringprojekten sowie die Bereitstellung verbesserter Serviceleistungen für FIS-Partner.</p><p>Die FIS Marketing AG setzt sich aus der FIS und den Agenturen Tridem und Infront zusammen. Bei letzterer ist der CEO ein Neffe von Joseph Blatter, dem Schweizer Präsidenten des Weltfussball-Verbands FIFA. Die Familie Blatter hatte schon zuvor einen großen Einfluss im weltweiten Sportgeschäft: Joseph, auch im Skizirkus wohl bekannt als Sepp, ist ebenfalls gewichtiges Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees.</p><p>Eine fundierte Ski-Funktionärs-Netzwerkanalyse wäre interessant &#8230; Sie könnte zeigen wie es möglich ist, dass sich aus dem Sport zunehmend eine materielle Hochleistungsmaschine entwickelt, in der die Athleten keinen Platz als Partner finden.</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/02/im-fis-werbeziel/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Eingefädelt</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/01/allmachtige-fis-eingefadelt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=allmachtige-fis-eingefadelt</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/01/allmachtige-fis-eingefadelt/#comments</comments> <pubDate>Mon, 23 Jan 2012 13:20:16 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Skiwelt aktuell]]></category> <category><![CDATA[Slide]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=4946</guid> <description><![CDATA[Eingefädelt oder nicht? Das ist die Frage. Die Aufregung um Marcel Hirscher spitzt sich zu. Die FIS gibt sich unfehlbar. Sie disqulaifiziert und spricht frei.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Eingefädelt oder nicht? Das ist die Frage, die momentan die Ski-Gemüter erhitzt. Die Aufregung um Marcel Hirscher spitzt sich zu, seit bei der <a
title="krone hirscher" href="http://www.krone.at/Sport/Marcel_Hirscher_ist_sogar_fuer_die_Torrichter_zu_schnell-Einfaedler_in_Zagreb-Story-308807" target="_blank"><strong>Krone</strong></a> eine anonyme SMS Stoff für eine brisante Geschichte gab. Videos sollen belegen, dass Hirscher bei seinen Siegen in Zagreb und Adelboden eingefädelt hat. Ob es sich dabei um ein Gerücht oder nackte Tatsachen handelt ist allerdings einerlei. 15 Minuten nach dem offiziellen Renn-Ende ist kein Protest mehr möglich und das Ergebnis unanfechtbar.</p><p><strong>Wie im Nähkurs</strong><br
/> Eingefädelt, nicht eingefädelt im ersten Lauf. Eindeutig eingefädelt im zweiten. Endgültig disqualifiziert wurde  Hirscher im Kitzbühler-Slalom. Trotz oder gerade wegen der Transparente seiner Fans? <strong>„Bitte nicht einfädeln!“</strong> &#8211; könnte auch zum negativen Mantra geworden sein. Durchwegs negativ äußert sich die österreichische  Presse zum öffentlich ausgesprochenen Unmut Ivica Kostelic&#8217;s. Der Kroate fühlt sich um seinen heiß ersehnten Zagreb-Heimsieg betrogen, sieht aber auch die Grundregeln des fairen Wettkampfs verletzt.</p><p><strong>Allmächtige FIS &#8211; </strong><strong>Der Un-Freispruch </strong><br
/> Eine Grundregel des fairen Wettkampfs hat bestimmt FIS Renndirektor Günther Hujara gebrochen. Dem Dogma der <strong>Unfehlbarkeit</strong> entsprechend, sprach er Hirscher und Neureuther von den Torfehlern in Zagreb und in Adelboden a posteriori frei. Das hätte er sich und der Ski-Welt besser erspart. <strong>Unnötig</strong>, weil reine Selbstdarstellung. <strong>Unangebracht</strong>, weil das Ergebnis ohnehin unabänderlich feststeht. <strong>Unfair</strong>, weil es die Athleten verwirrt und für Kontroversen sorgt, die die sportliche Performance stören. „To hook a gate“ heißt ein Einfädler auf Englisch. Hujara sollte also lieber mit seinen Alpin-Komitee Kollegen den Haken im eigenen Regelwerk suchen.</p><p><strong>Der Torfehler</strong><br
/> Mit der Torfehler-Regel entpuppt sich eine weitere FIS Regel als veraltet und schwierig im fairen Rennen. Bevor Kipp-Stangen eingeführt wurden war die Wettkampfordnung in Bezug auf Torfehler eindeutig und sinnvoll: <em>Ein Tor ist korrekt durchfahren, wenn beide Skispitzen und beide Füße des Wettkämpfers die Torlinie überfahren haben. Die Torlinie beim Slalom ist die gedachte kürzeste Linie zwischen Drehstange und Außenstange. Wenn ein Wettkämpfer eine Stange aus ihrer vertikalen Stellung entfernt, bevor seine Füße und Skispitzen die Torlinie passiert haben, ist die Stellung der Füße und der Skispitzen des Wettkämpfers zum Originalzustand der Torlinie maßgebend.</em></p><p><strong>Angestaubt</strong><br
/> Diese Regel stammt noch aus der Zeit als Tore unbeugsame Pfosten waren und die Skis vorne spitz.  Sie hat auch heute noch durchaus Sinn. Wenn ein Läufer an einem Tor vorbeifährt oder -stürzt und zurück steigt. In laufender Fahrt ist es ohne Kippstangen mehr oder weniger unmöglich, dass sich die Schaufeln außerhalb und die Füße innerhalb der Torlinie befinden. Bei Kippstangen schon. Deshalb ist es in einem zeitgemäßen Slalom-Rennen, während einer flotten Fahrt des Läufers, den Torrichtern kaum möglich die Einhaltung dieser Regel mit freiem Auge zu  überwachen. Doch nicht nur die beschränkte Optik des Menschen-Auges ist ein Haken, auch der am Ski macht es schwierig.</p><p><strong>Spitze mit Haken</strong><br
/> Wie definiert sich auf einem modernen Rennski die Skispitze? Die Schaufel ist in der Regel nicht mehr spitz sondern rund. Bei einigen Renn-Modellen gibt es auch sogenannte Geierschnäbel, hakenförmige Schaufel-Aufsätze die an der Innenseite vorstehen und Einfädlern vorbeugen sollen. Zeitgemäß und technisch richtig könnte man im FIS Amtsjargon (der könnte den Funktionären ja vielleicht sogar gefallen) definieren: &#8220;Die Torlinie muss mit dem am vorderen Skiteil von der Bindung  weitest entfernten Punkt passiert werden.&#8221;</p><p><strong>Der HD Inspektor</strong><br
/> Mr. FIS Alpin -  Günther Hujara &#8211; sieht ein Überwachungs-Problem mit der menschlichen Linse und kommentiert es auch wie gewohnt gerne: &#8220;Wir brauchen bis hin zu Fotografen, die direkt auf der Höhe sind, plus Videoauswertung plus Zoom, dass wir das noch feststellen können. Eine <strong>Sicherheit</strong> gibt es <strong>nur </strong>dann, wenn man wirklich bis zum letzten Moment <strong>mit HD-Auflösung</strong> arbeiten kann.&#8221; Ist so ein Aufwand wirklich nötig verehrter Herr Hujara? Fühlt man sich dann noch wichtiger, wenn man als Schnellrichter des Einfädlers aus dem Ü-Wagen über Recht und Unrecht bestimmt?</p><p><strong></strong><strong></strong><strong>Wie wärs damit?</strong><br
/> Wäre es nicht einfacher die alte Regel der neuen Zeit anzupassen? Damit sie auch in jenen Bereichen des Rennsports klar ist, wo nicht mit Full HD Aufzeichnungen des gesamten Laufs schiedsgerichtet werden kann? Regeln sollten nicht nur eindeutig sein, sondern auch möglichst einfach zu überwachen.<em></em></p><p><strong>Nur ein Vorschlag &#8230;</strong><strong></strong><br
/> <strong> </strong><em>&#8220;Ein Tor ist korrekt durchfahren, wenn <strong>in laufender Fahrt</strong> beide Füße des Wettkämpfers die Torlinie überfahren haben. <strong>Steigt oder fährt ein Wettkämpfer nach einem Torfehler im Kurs zurück um die Torlinie korrekt zu passieren, müssen beide Skis, mit dem am vorderen Skiteil von der Bindung weitest entfernten Punkt und beide Füße des Wettkämpfers die Torlinie überfahren haben.</strong>&#8221; usw. </em><em><br
/> </em></p><p>Ein (Zu)Satz im Reglement könnte also einen ganzen Haufen High-Tech Krempel ersparen<em>. </em>Den wahrscheinlich schon geplanten Job des FIS HD (Höherer Dienst) Inspektors obsolet machen. Und last not least <em> </em>die Performance fairer, dynamischer und spannender gestalten. <em></em>Das wär doch was!<em></em> Oder?<em></em></p><p>P.S. Auch <a
title="Ligety facebook" href="https://www.facebook.com/pages/Ted-Ligety/" target="_blank">Ted Ligety</a> hat auf Facebook einen ersten Lösungsansatz gepostet: &#8220;with all the straddling controversy swirling they should allow one straddle a race as long as one&#8217;s ski touches the gate. straddling is not faster and can be unjustly unforced so allow one. no racer would straddle on purpose.&#8221;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/01/allmachtige-fis-eingefadelt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Totalisierung im Schnee I</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=totalisierung-schnee</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee/#comments</comments> <pubDate>Sun, 22 Jan 2012 14:50:16 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Skigeschichte & Schneekultur]]></category> <category><![CDATA[Skiwelt aktuell]]></category> <category><![CDATA[Slide]]></category> <category><![CDATA[FIS]]></category> <category><![CDATA[Rennlauf]]></category> <category><![CDATA[Skiverband]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=4790</guid> <description><![CDATA[Ski-Athleten riskieren für den Sport ihr Leben. Sie lassen sich viel gefallen. Sie wehren sich nur zaghaft gegen die Vereinnahmung durch das Ski-System. Warum? ]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dem folgenden Artikel liegt die Dissertation &#8220;Internationales Tennis als totale Institution&#8221; von Dr.  Natalie Schwägerl in weiten Teilen zugrunde. Ihre empirische und theoretische Untersuchung des Hochleistungsbereichs Tennis stimmt in vielen Bereichen mit meinen persönlichen Erfahrungen und der Kenntnis der aktuellen Lage im Skisport überein. Die Parallelen ergeben sich aus der ähnlichen Struktur der beiden Sportarten. Tennis und Skifahren sind Einzel-Sportarten, die im Wettkampfbereich durch Vereins- und Verbandsstrukturen organisiert werden.<br
/> <a
title="internatinales tennis, totale institution" href="http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2009/2529/pdf/Scidok_Diss_Schwaegerl.pdf" target="_blank"><strong>Internationales Tennis als totale Institution</strong></a> &#8211; PDF online</p></blockquote><p><strong>Kastrierter Hahnenkamm</strong><br
/> Sport, Society, Show. Kitzbühel, Hahnenkamm, Streif. &#8220;Das&#8221; Abfahrtsrennen muss um jeden Preis durchgezogen werden. Eine Absage käme einer nationalen Katastrophe für das Ski-Land Österreich gleich. Und so kräht kein Hahn danach, wenn einer kastrierten Streif die wichtigsten Schlüsselstellen wie „Mausfalln“ und „Steilhang“ fehlen. Hauptsache die Promis und die Massen, auch am TV, können den Sieger im Ziel bejubeln.</p><p
style="text-align: center;"><img
class="aligncenter size-full wp-image-4868" title="Hahnenkummer© hs-creator - Fotolia.comhs-creator" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/Fotolia_hendi__hs-creator.jpg" alt="" width="208" height="208" /></p><p><strong>Ski-Zirkus Clowns</strong><br
/> Medial eingeschwungen wird auf der Streif gerne mit den Ski-Gladiatoren vergangener Zeiten. Besonders beliebt sind die Kompilations mit den wildesten Stürzen. Als Füller für unerwartete Pausen nach live Haus gelieferten  Brezen, wird der Kanzler oder der Gouvernator eingeblendet oder über Einfädler und Unterwäsche der Ski-Stars diskutiert. Seltener über mangelnde Einsicht der Funktionäre. Alles Zirkus im Ski-Zirkus.</p><p><strong>Warum?</strong><br
/> Warum aber riskieren Menschen für das Spektakel Sport ihr Leben? Warum lassen sich Athleten, die zum Siegen ihre Gesundheit riskieren, das bloß gefallen? Warum stehen nicht alle gemeinsam auf und setzen veraltete Funktionäre und Strukturen einfach ab? Wo bleibt der Generalstreik, wenn Strecken, Regeln und Umgangston nicht passen? Der Verdacht keimt auf: Sind etwa Kopf-Sponsorgelder und die Höhe der Siegesprämien die Kennziffern ihrer Unterwürfigkeit?</p><p><strong>Ski Total</strong><br
/> Nein! Geld alleine genügt nicht um Menschen in Sportverbänden zu unterwerfen. Eine schlüssigere Antwort könnten Soziologen geben. Spitzensport weist starke Parallelen mit totalen Institutionen (z.B.:  Kinder- und Altenheime, Klöster, Gefängnisse oder Schiffsbesatzungen) auf . Sukzessive vereinnahmende Entwicklungen im Verlauf der sportlichen Laufbahn erfahren auch Athleten, die von frühester Kindheit in den Leistungssport eingebunden sind.</p><p><strong>Zwanglose Zwänge</strong><br
/> Mit „Totalisierungstendenzen“ sind im Ski-Rennsport bereits Grundschul-Kinder konfrontiert.  Und je erfolgreicher sie sich im Rennlauf bewegen, desto mehr werden sie vom System vereinnahmt. &#8211; Zunahme der Wettkampf- und Leistungsdichte, die Internationalisierung des Renngeschehens, der Anstieg der Erwartungshaltungen. &#8211; Die Leistungsanforderungen an den Athleten erhöhen sich graduell. Bei den Eltern und Betreuern fängt Erfolgsdruck oft an, geht über Vereins-Funktionäre, Öffentlichkeit &amp; Medien bis zu den Ausrüstern und Sponsoren &#8230; Doch der Athlet selbst empfindet mit Leistungsdruck verbundene einschränkende Phänomene als „zwanglose Zwänge“.</p><p><strong>Ersatzrealität</strong><br
/> Die Steigerung des Trainingsumfangs und der trainingsbegleitenden Maßnahmen führen zur   erschöpfenden Ausnutzung der Zeit. Der Athlet kann über sie nicht mehr frei verfügen. Die  Vernachlässigung anderer Lebensbereiche, wie zum Beispiel Schule, Freundschaften oder Familie, liegt auf der Hand und damit der Wegfall gewohnter Handlungsmuster. Sie müssen kompensiert werden. Der Lebensraum Skisport, mit all seinen spezifischen Besonderheiten als Ersatzlebenswelt bzw. -realität wird voll akzeptiert.</p><p><strong>Harsch IV</strong><br
/> Anders als öffentlich wahrgenommen, bietet Hochleistungs-Skifahren keine Kontinuierlichkeit der Erwerbschance. Für viele Athleten ist eine finanzielle Absicherung der nachsportlichen Zukunft nicht gegeben. Auch die Möglichkeiten einer Karriere ohne Ski sehen für viele nicht so rosig aus.  Die frühe Konzentration auf den Sport und die damit häufig einhergehende Orientierung am Bildungsweg, nicht selten bis zum Schul-Abbruch, schränkt viele auf den Verbleib in der Skibranche ein.</p><p><strong>Wenn die Bindung aufgeht</strong><br
/> Am Ende der Sportkarriere stehen viele Athleten auch vor dem Verlust ihres sozialen Netzwerks, mit über viele Jahre aufgebauten und gepflegten Beziehungen. Läufer die ihren Leistungszenit längst überschritten haben machen manchmal noch scheinbar ewig weiter. Besonders den Stars mit jahrelanger Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bereitet der Verlust ihrer Sonderstellung und das Fehlen einer Lebensaufgabe beim Übergang in das „normale Alltagsleben“ oft ziemliche Probleme. Und das obwohl sie finanziell abgesichert sind.</p><p><strong>Helden vollbringen im Namen einer Idee große Taten und </strong><strong>wagen </strong><strong>dabei ihr Leben </strong><br
/> Über die Grösse der Ski-Renn-Idee kann man streiten. Um die Ski-Helden aber zu verstehen braucht man sie nur von ihrer menschlichen Seite anzusehen. Unter der eng anliegenden Rennhaut vom wildesten Abfahrtshund, der ganz locker über die &#8220;Mausfalln satzt&#8221;, steckt auch nur ein Mensch. Mit ganz normalen menschlichen Gefühlen und seiner  System-Abhängigkeit. Wenn sich der Zuschauer ernsthaft nach dem „Warum?“ des Leistungssports fragt, muss er auch die  Totalisierungstendenzen des Ski-Rennsports hinterfragen, der diese Gefühle zum Selbsterhalt der inneren Strukturen benutzt.</p><p
style="text-align: right;"><a
href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-ii/"><img
class="alignright size-full wp-image-3125" title="nächste Seite" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/pfeil_rechts.jpg" alt="" width="26" height="24" /></a>Druck, Zwang und Anpassung im Skisport 2/3</p><p>Seite 1/3 &#8211; Zwanglose Zwänge. Skistars und ihre Abhängigkeit &#8211; aktuelle Seite<a
title="zwanglose zwänge" href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee/ "><br
/> </a> Seite 2/3 &#8211; <a
title="druck zwang &amp; abhängigkeit " href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-ii/">Druck, Zwang und Anpassung im Skisport </a><br
/> Seite 3/3 &#8211; <a
title="emanzipiert oder furcht vor freiheit" href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-iii/">Schon emanzipiert oder noch Furcht vor der Freiheit?</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Totalisierung im Schnee II</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-ii/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=totalisierung-schnee-ii</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-ii/#comments</comments> <pubDate>Sun, 22 Jan 2012 14:47:51 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Skiwelt aktuell]]></category> <category><![CDATA[FIS]]></category> <category><![CDATA[Irrtümer]]></category> <category><![CDATA[Rennlauf]]></category> <category><![CDATA[Skiverband]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=4808</guid> <description><![CDATA[Totalisierungstendenzen im Skisport. Die Anpassungsmechanismen der Athleten. Vom enfant terrible bis zur Ideal-Biographie]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Enge (Ski)Bindung</strong><br
/> Die Institution Ski-Hochleistungssport versucht die Athleten möglichst eng an sich zu binden. Österreich ist ein Parade-Beispiel für <strong>Totalisierungstendenzen des Ski-Spitzensports</strong>. Es gibt keine andere Nation, für die Skirennlauf einen so hohen Stellenwert hat. Viele Eltern sind ehrgeizig bemüht ihren Kindern Ansehen und Karriere durch  Skisport zu „ermöglichen“. Oft wird im <a
title="kinderrennen kunstpiste0.1" href="http://01.kunstpiste.edelwiser.vss.kapper.net/archive.php?report=45" target="_blank"><strong>Kindergarten-Alter mit gezieltem Training begonnen</strong></a>. Das erste große Ziel scheint erreicht, wenn der Nachwuchs die Aufnahme in einen „Kader“ des regionalen oder gar nationalen Skiverbands erreicht.</p><p
style="text-align: center;"><img
class="aligncenter size-full wp-image-4891" title="ski peitsche" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/stockpeitsche.jpg" alt="" width="317" height="173" /></p><p><strong>Mit Zuckerbrot und Peitsche</strong><br
/> Auf dieser Ebene setzt der <strong>Totalisierungs-Mechanismus</strong> des Spitzensports so richtig ein. Die Totalisierung betont ihre eigene Rigidität kontinuierlich durch <strong>starke Reglementierung </strong>des Verhaltens und der <strong>Einschränkung des Handlungs- und Entscheidungsfreiraumes </strong>der Athleten.  Auf der einen Seite durch strenge Regeln, strikte Zeitpläne und harte Auslese. Auf der anderen durch Lob und Anerkennung abwechselnd mit Kritik.</p><p><strong>Allmächtiger SkiGott</strong><br
/> Nur wer sportlich sehr talentiert ist, konsequent trainiert und menschlich alle Härten verkraftet, schafft es in die höchste Ski-Liga, den Ski World-Cup. Hier hängt der Alltag und das Handeln der Aktiven zusätzlich zum nationalen Verband noch mehr an den Regeln und dem Rennkalender der FIS. Gewaltenteilung gibt es beim <strong>Ski-Weltverband </strong>nicht. Allgewaltig ist er <strong>gleichzeitig Legislative, Exekutive und Judikative.</strong></p><p><strong>Manchmal zu eng</strong><br
/> Die Beengung kann bei <strong>mündigen, reflektierenden Athleten</strong> unter Umständen dazu führen, auf die weitere Ausübung der sportlichen <strong>Karriere zu verzichten</strong>. Manche schlagen auch bewusst den <strong>Weg des „enfant terrible“</strong> ein. Athleten die sich für den Verbleib in der Institution Rennsport entschließen, verhalten sich oft ähnlich wie Insassen totaler Institutionen.</p><p><strong>Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.</strong> (Schiller)<br
/> Bemerkenswert ist, dass sich viele Athleten durch die rigiden Vorgaben und Sanktionen der nationalen Verbände und der FIS nicht bzw. kaum in ihrer Handlungs- und Entscheidungsfreiheit eingeschränkt zu fühlen scheinen. Das Denken und Handeln von Athletinnen und Athleten wird zwar über den gesamten Karriereverlauf von direkten Umfeldakteuren geprägt. Viele sprechen sich aber gegen den Sachverhalt der Einschränkung der persönlichen Freiheit öffentlich und direkt aus.</p><p><strong>Damit alles passt</strong><br
/> Man könnte vermuten, dass die <strong>Anpassungsleistungen</strong> an den  internationalen Spitzen-Skisport und die dort vorherrschenden Strukturbedingungen von den meisten als ein „normaler“ bzw. „unabänderbarer“ Bestandteil des gewählten Lebensweges betrachtet werden. Neben den unreflektierten <strong>Anpassungsmechanismen</strong>, existieren auch solche, die dem Individuum gewisse, teilweise nur subjektiv gefühlte Freiheiten im Umgang mit institutionellen Zwängen vermitteln. Sie hängen stark mit dem sportlichen Erfolgen zusammen.</p><p><strong>Schneckenhaus und ideale Lebens-Wandlung</strong><br
/> Erfolgreiche Athleten wählen häufig entweder den <strong>„Rückzug aus der Situation“</strong>. Eine ausschließliche, eindimensionale Beschäftigung mit Dingen, die sie als Individuum unmittelbar umgeben. Oder die sogenannte  „Konversion“. Das akzeptieren und verinnerlichen einer institutionalisierten, gut vermarktbaren <strong>„Ideal-Biographie</strong>“.</p><p><strong>Exodus</strong><br
/> Die Strategie der <strong>„Kolonisierung“</strong> kommt im Skisport bei weniger erfolgreichen Sportlern zwar vor. Sie ist allerdings relativ selten anzutreffen und meistens mit dem  Verlust der Kaderzugehörigkeit im nationalen Verband und/oder demVerbandswechsel verbunden. Im von Konkurrenzgedanken geprägten Ski-Alltag sind Kolonien zweckgebunden. Die zur Organisation von Training und Kostenreduzierung beitragenden Zusammenschlüsse sind oft  nur von kurzer Dauer.</p><p>Die Schaffung eines spezialisierten Betreuungsumfeldes, die fast auschließlich von sehr erfolgreichen Athleten betrieben wird, ist eine Sonderform der „Kolonisierung“.</p><p>Und dann wäre natürlich noch die Meuterei eine Option &#8230;</p><p
style="text-align: right;">Schon emanzipiert oder noch Furcht vor der Freiheit? Seite 3/3<a
href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-iii"><img
class="alignright size-full wp-image-3125" title="nächste Seite" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/pfeil_rechts.jpg" alt="" width="26" height="24" /></a></p><p
style="text-align: right;">&nbsp;</p><p>Seite 1/3 &#8211; <a
title="zwanglose zwänge" href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee/ ">Zwanglose Zwänge. Skistars und ihre Abhängigkeit<br
/> </a> Seite 2/3 &#8211; Druck, Zwang und Anpassung im Skisport &#8211; aktuelle Seite<br
/> Seite 3/3 &#8211; <a
title="emanzipiert oder furcht vor freiheit" href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-iii/">Schon emanzipiert oder noch Furcht vor der Freiheit?</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-ii/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Totalisierung im Schnee III</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-iii/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=totalisierung-schnee-iii</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-iii/#comments</comments> <pubDate>Sun, 22 Jan 2012 14:45:44 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Skiwelt aktuell]]></category> <category><![CDATA[FIS]]></category> <category><![CDATA[Rennlauf]]></category> <category><![CDATA[Skiverband]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=4822</guid> <description><![CDATA[Mündige Ski-Athleten wollen sich nicht mehr der totalen Ski-Institution unterwerfen. Sie fordern Mitsprache und fairy Behandlung. Sie formieren sich gegen die Allgewalt der FIS]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Befehlsverweigerung an vorderster Ski-Front</strong><br
/> Was in Institutionen manchmal als Meuterei gesehen und intern als Straftat empfunden wird, ist  oft nichts anderes als die Verweigerung unsinniger Befehle durch mündige, selbständig reflektierende Menschen. Erstmals in der Geschichte des Skirennsports trat <strong><a
title="skiers.pro signing-athletes list" href="http://skiers.pro/signing-athletes/" target="_blank">die Mehrheit der World-Cup Athleten</a> </strong>geschlossen gegen eine Regel der FIS ein und forderte gleichzeitig mehr Mitspracherecht. Die FIS als allgewaltige Institution sah diese durchaus sehr demokratische Aktion aber nicht als Angebot seitens der Akteure zur Mitgestaltung und Bereitschaft Verantwortung zu tragen.</p><p><img
class="aligncenter size-medium wp-image-4902" title="ski-macht © GiZGRAPHICS - Fotolia.com" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/macht-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></p><p><strong>Blasphemie &amp; Maulkorb</strong><br
/> Sie fühlt sich durch die Demokratisierung-Gedanken in ihrer Allgewalt bedroht. Sie reagierte auf die Anliegen der Läufer mit noch mehr Ignoranz und zusätzlich mit einem <a
title="FIS maulkorberlass" href="http://www.kunstpiste.com/2011/11/maulkorberlass/" target="_blank">Maulkorberlass</a>. Unangebrachte Äußerungen, die FIS betreffend, werden im ersten Regelentwurf wörtlich als Blasphemie bezeichnet und können nun sanktioniert werden. Das versetzt Läufer, die sich den Totalisierungstendenzen des Ski-Rennsports nicht zur Gänze ausgeliefert haben in Unmut. Sie äußern ihn ungeachtet der möglichen Sanktionen ganz offen. Der Ruf nach einer Gewerkschaft ist nicht zu überhören. Er liegt im Zeitgeist.</p><p><strong>Es muss etwas geschehen</strong><br
/> Quer durch alle Sportarten formieren sich Athleten in Vereinigungen und Gewerkschaften. Im November 2011 trafen sich in der Schweiz unter der Patronanz von UNI – global union, die Vertreter von 100 Athleten- bzw. Spielervereinigungen aus aller Welt und verfassten eine <a
title="athletes declaration nyon" href="http://www.uniglobalunion.org/Apps/UNINews.nsf/vwLkpById/4D9EA2CF64232F3BC125794C0052E01B/$FILE/Nyon%20Declaration_FINAL.pdf" target="_blank"><strong>Deklaration zum Schutz der Rechte von Athleten</strong></a>. Auch der Alpine-Skirennsport war vertreten. Nie zuvor sind die Bestrebungen eine Ski-Rennläufer-Vereinigung zu etablieren so weit fortgeschritten wie bisher.</p><p><strong>skiersPRO</strong><br
/> Es gibt eine offizielle Vereins-Struktur. Es gibt Mitglieder. Es gibt eine Mission: <strong><a
title="skiersPRO" href="http://skiers.pro/" target="_blank">skiersPRO</a></strong> vertritt und fördert die sozialen, wirtschaftlichen, politischen, beruflichen und kulturellen Interessen der Ski-Athleten. Die Stärke einer ansehnlichen Athleten-Vereinigung liegt darin, sich einig zu zeigen, Regeln mitzugestalten und Rechte einzufordern.  Die Athleten haben neben der Sympathie und der Solidarität der Öffentlichkeit auch eine starke Waffe für den Ernstfall: Sie können streiken.</p><p><strong>Furcht vor der Freiheit</strong><br
/> Allerdings existiert (noch) eine Hürde. Um wirklich etwas zu bewegen, braucht es möglichst viele Gleichgesinnte.  Das Problem liegt in den die Anpassungsmechanismen der Athleten an vermeintlich unveränderbare Strukturen im Skisport. Viele Athleten haben sich so gut an das System Ski-Spitzensport angepasst, dass sie entweder keine Notwendigkeit sehen etwas zu verändern oder nicht daran glauben, dass etwas veränderbar ist. Und manche gehen schlicht und einfach vor den möglichen Sanktionen in die Knie.</p><p><strong>By uniting we stand, by dividing we fall.<br
/> </strong>Für viele Menschen mutet die Unfreiheit wie ein Käfig an, in dem sie gefangen gehalten werden. Erich Fromm meinte, dass sie für viele aber auch wie ein Dach über dem Kopf sei, das sie vor Unbill und Gefahren schützt. Sie begeben sich in Abhängigkeiten von Menschen, die ihre Macht benutzen, um ihre persönlichen Ziele durchzusetzen. Es wäre also höchste Zeit, dass sich die Ski-Athleten besinnen und sich das Dach zum Schutz vor Funktionärs-Willkür selbst gestalten und bauen.</p><p>Seite 1/3 &#8211; <a
title="Zwanglose Zwänge" href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee/ ">Zwanglose Zwänge. Skistars und ihre Abhängigkeit</a><br
/> Seite 2/3 – <a
title="druck, zwang &amp; anpassung im skisport" href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-ii/">Druck, Zwang und Anpassung im Skisport</a><br
/> Seite 3/3 – Schon emanzipiert oder noch Furcht vor der Freiheit? &#8211; Aktuelle Seite</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/01/totalisierung-schnee-iii/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Was haben Yogis und Skilehrer gemeinsam?</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/01/was-haben-yogis-und-skilehrer-gemeinsam/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=was-haben-yogis-und-skilehrer-gemeinsam</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/01/was-haben-yogis-und-skilehrer-gemeinsam/#comments</comments> <pubDate>Wed, 18 Jan 2012 21:49:19 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Slide]]></category> <category><![CDATA[Wohlbefinden & Spürsinn]]></category> <category><![CDATA[Anatomie]]></category> <category><![CDATA[Gesundheit]]></category> <category><![CDATA[Irrtümer]]></category> <category><![CDATA[Körper]]></category> <category><![CDATA[Lernen]]></category> <category><![CDATA[Stil]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=4735</guid> <description><![CDATA[Können Yoga-Kurse schaden? Ja. Können Skikurse ungesund sein? Ja. Die Ursachen sind die selben. Uniforme Übungsreihen, kollektive Anleitungen.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die NYT titelt: &#8220;How Yoga Can Wreck Your Body&#8221;. Aufgebrachten Yogis kontern: Da könnte man ja auch sagen, dass man sich bei der blossen Hausarbeit oder im Freizeitsport den Körper ruinieren kann. Kann man! Auch beim Skifahren! Mit starren Haltungen sogar ohne Sturz.</strong></p><p><strong> </strong></p><p><strong>„Wie Yoga deinen Körper ruinieren kann“</strong></p><p>Ein kürzlich erschienener Artikel in der New York Times verunsichert Yoga-Fans und bringt Yogis auf die Palme. Unter dem Titel „Wie Yoga deinen Körper ruinieren kann“ erschien ein Buchauszug aus <a
title="science of yoga" href="http://books.simonandschuster.com/Science-of-Yoga/William-J-Broad/9781451641424" target="_blank">&#8220;The Science of Yoga&#8221;</a>. Es wird von gebrochenen Rippen, kaputten Hüftgelenken, Rückenschmerzen und schwerwiegenden neurologischen Schäden berichtet. Falsches oder zu exzessives Praktizieren der „Asanas“ genannten Übungen seien dafür verantwortlich.</p><p
style="text-align: center;"><strong><img
class="size-full wp-image-4746 aligncenter" title="yoga gymnastik © lunamarina - Fotolia.com" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/yogafrau_web.jpg" alt="" width="383" height="313" /><br
/> </strong></p><p><strong>Yoga Lehrer rät: Yoga besser bleiben lassen</strong></p><p><strong>Glenn Black</strong>, Yoga-Lehrer mit 30jähriger Erfahrung, wird im NYT Artikel zitiert. Er meint, dass die meisten Menschen Yoga besser überhaupt aufgeben sollten. Er empfiehlt die Beschäftigung mit geeigneteren Bewegungsumfängen um mehr Beweglichkeit und eine bessere organische Verfassung zu erlangen. <strong>Yoga</strong>, so Black, <strong>ist etwas für Menschen mit guter körperlicher Kondition.</strong> Es kann auch therapeutischen Nutzen haben. <strong>Yoga in vorgefertigten Übungsreihen im Allzweck-Gruppen-Kurs lehnt er ab.</strong></p><p><strong>Fehlendes Grundlagenwissen bei Yoga Lehrern</strong></p><p>Black erkannte trotz langjähriger Erfahrung als Yoga Lehrer, dass ihm grundlegendes Wissen abging. <strong>Er wusste nicht wann eine Bewegung oder Haltung für einen Schüler angebracht oder schädlich war</strong>, da seine Ausbildung zum Yoga-Lehrer diesbezüglich keinen fundierten Unterricht bot. <strong>Wenn Leute mit körperlichen Problemen und Schmerzen eine Übungsreihe einfach durchziehen ist das einfach schädlich für sie</strong>, meint der Yogi. Menschen, die nach schweren Verletzungen seine Yoga Kurse aufsuchen möchten, empfiehlt Black die Finger von Yoga zu lassen bis sie körperlich wieder ganz hergestellt sind.</p><p>Der <strong><a
title="nyt how yoga can wreck your body" href="http://www.nytimes.com/2012/01/08/magazine/how-yoga-can-wreck-your-body.html" target="_blank">NYT Artikel</a></strong> erstreckt sich über 6 Online-Seiten &#8211; lesen lohnt sich. Sie zeigen durchaus spannende Fakten auf. <strong>Ich möchte an dieser Stelle aber die Kurve vom Yoga zum Skifahren ziehen.</strong></p><p><strong>Methoditis im Skilehrwesen<br
/> </strong></p><p><strong><a
title="fritz baumrock" href="http://interski-austria.at/100.0.html" target="_blank">Fritz Baumrock</a></strong>, Mathematiker und &#8220;Skiforscher&#8221; seit mehr als 5o Jahren, hat mir kürzlich in einer eMail geschrieben: <em>„Im  Skilehrwesen herrscht eine resistente Infektionskrankheit, die  &#8220;Methoditis&#8221;. Es geht nicht um das Ziel &#8216;rasch Skifahren kernen&#8217;,  sondern um den Unterricht als Selbstzweck. Schrecklich, wie viele  Perlenreihen hinter ihrem jeweiligen Skilehrer herfahren und dessen  Verrenkungen unzulänglich imitieren.  Wenn Eltern ähnlich arbeiten  würden wie die linientreuen Skilehrer, dann würden die Kinder weder  sprechen noch aufrecht gehen lernen.</em></p><p><em><img
class="aligncenter size-full wp-image-4750" title="haltung!© dell - Fotolia.com" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/skimaedl.jpg" alt="" width="424" height="283" /><br
/> </em></p><p><strong>Üben, üben, üben</strong></p><p>Der <strong>traditionelle Skiunterricht</strong> baut ebenso <strong>wie Yoga</strong> auf <strong>Übungssequenzen</strong> auf. Es werden <strong>Haltungen</strong> empfohlen und angestrebt, die <strong>zum Erreichen des normierten Schwungs</strong> zweckmäßig erscheinen. Ungeachtet der individuellen körperlichen Voraussetzungen der Schüler. Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die einen Skikurs aufsuchen ist körperlich alles andere als fit. Hat Schmerzen und Verspannungen, die ihnen sogar beim gemütlichen Spazieren gehen Probleme bereiten.</p><p><strong>Wie Skifahren den Körper ruinieren kann</strong></p><p>Um in die gleiche Kerbe wie die NYT zu schlagen: <strong>Man kann durchaus sagen, dass auch Skifahren den Körper ruinieren kann.</strong> Nicht nur im Rennsport, sondern <strong>auch </strong>dort <strong>wo Skis reines Freizeit-Vergnügen bieten </strong>sollen. Es gibt Yoga-Lehrer, die nach einem 2-Wochen-Crash-Kurs bereits unterrichten, Skilehrer oft nach einigen Tagen. Es gibt kaum Skilehrer, die über fundiertes allgemeines biomechanisches Wissen oder gar eine Ausbildung in funktionellen Bewegungslehren verfügen. Viele <strong>Anleitungen und Korrekturen zielen auf ein pauschales, dem Lehrplan entsprechendes Bewegungsbild</strong> ab.<strong> Bei Schmerzen</strong>, die nicht von einer Brezn vor den Augen des Lehrers  herrühren, wird oft nur das <strong>Zähne zusammenbeißen</strong> empfohlen und fleissig die schmerzende Haltung und Bewegung weitergeübt.</p><p><strong>Durchbeißen bis die Wadeln brennen</strong></p><p>Die „<strong>Nur-die-Harten-kommen-durch-Methode</strong>“ bedarf allerdings auch einer Klientel, die mit spielt. Sie ist zahlreich. Auch wenn es unglaublich klingt. Es ist für <strong>Menschen die beim Skifahren Erholung suchen</strong>, <strong>ganz normal</strong>, dass am Abend <strong>die Wadeln brennen. Das Kreuz schmerzt. Die Knie flattern</strong>. <strong>Schmerzen</strong> werden von vielen nicht nur in Kauf genommen. Sie sind <strong>für viele Freizeitsportler Ausdruck dafür „etwas für den Körper getan, etwas geleistet zu haben“.</strong></p><p><strong><img
class="aligncenter size-full wp-image-4760" title="auweh © pix4U - Fotolia.com" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/auweh.jpg" alt="" width="424" height="283" /><br
/> </strong></p><p><strong>Strenge Gurus</strong></p><p>Zurück zum Yogi aus New York. Er sagt, dass ihn die Leute für verrückt halten, wenn er von Yoga abrät. Er meint, dass der<strong> tiefe Aspekt von Yoga</strong> darin liegt, das <strong>Ego abzubauen</strong>. Dass aber viele <strong>Yoga Lehrer</strong> gerne angehimmelte <strong>Gurus</strong> sind, die ihren <strong>Weg streng vorgeben</strong>.</p><p>Auch mich sehen meine Kunden am Anfang entgeistert an, wenn ich auf die Frage: „War das richtig so?“ antworte:  „Was hast du denn gefühlt?“ &#8211; „Angenehm und leicht war es.“ &#8230; und  „Hat dir etwas weh getan?“ „Nein!“ „Na dann wird es für dich schon richtig gewesen sein?“</p><blockquote><p><strong>In eigener Sache – ein wenig Werbung muss sein <img
src='http://www.kunstpiste.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </strong><br
/> Ich beschäftige mich seit rund zwanzig Jahren intensiv mit der Feldenkrais Methode. Es handelt sich dabei grob gesagt um eine körperorientierte Lernmethode. Der Lernende erfährt dabei viel über seinen Körper und seine Bewegung. Diese Erfahrung hat meine Zugangsweise zum Ski-Unterricht sehr verändert und stark geprägt.</p><p>Grundlage meiner Kurvenschule ist das funktionale Verständnis des Menschen und seines Verhaltens.  Die Betrachtung des menschlichen Organismus als einen Komplex von Funktionen. Tiefe Ursachenforschung im Detail. Individuelle Mittel für notwendige oder  gewünschte Korrekturen.</p><p><strong>Mein Ziel ist, dass jeder &#8220;Kurvenschüler&#8221; seinen ganz persönlichen Stil und Geschwindigkeitsbereich findet. So fährt wie er sich sicher, wohl und frei  fühlt. Ich lege höchsten Wert darauf, dass mitgebrachte Schmerzen sich vielleicht bessern aber keinesfalls schlimmer werden!</strong></p><p>Links:<br
/> <a
title="kurvenschule" href="http://www.kunstpiste.com/kurvenschule/" target="_blank">Kurvenschule</a> &#8211; Individual &amp; Gruppen-Workshops<br
/> <a
title="snow pro" href="http://www.kunstpiste.com/experten-kurse/" target="_blank">Snow-Pro Seminare</a> &#8211; weiterführende Kurse für Lehrer, Trainer &amp; Coaches<br
/> <a
title="funktionale skilehre" href="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/funktionale_skilehre_01.pdf" target="_blank">Funktionale Skilehre</a> &#8211; die Grundlagen der kurvenschule</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/01/was-haben-yogis-und-skilehrer-gemeinsam/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Sie Alpin &#8211; Frauen im Skisport II</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/01/siealpin-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=siealpin-2</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/01/siealpin-2/#comments</comments> <pubDate>Tue, 17 Jan 2012 17:28:24 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Skiwelt aktuell]]></category> <category><![CDATA[FIS]]></category> <category><![CDATA[Frauen]]></category> <category><![CDATA[Irrtümer]]></category> <category><![CDATA[Rennlauf]]></category> <category><![CDATA[Skiverband]]></category> <category><![CDATA[Unfall]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=4626</guid> <description><![CDATA[Nach Ulli Maiers tragischem Unfall führte die FIS eine Athleten Erklärung ein. Mit widersprüchlichen Punkten werden nicht nur Frauen schlecht gestellt.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ulli Maier<br
/> </strong></p><p>29.1.1994, 13:01 Uhr, Ulli Maier stürzte bei der Kandahar Weltcup-Abfahrt in Garmisch und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.</p><p
style="text-align: center;"><img
class="size-medium wp-image-4718 aligncenter" title="Snow Angel © Jaime Hunt - Fotolia.com" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/engel_fotolia-300x182.jpg" alt="" width="300" height="182" /></p><p><strong>Der  fatale Sturz wird zum schwierigen Fall</strong></p><p>Über die genaue Verletzungsursache gibt es verschiedene Meinungen.  Beobachter sagen, dass sie mit dem Kopf gegen einen unglücklich  positionierten Holzpfosten einer Zeitnehmung prallte, der entgegen den  Vorschriften nicht angesägt war.</p><p>Im Gerichtsverfahren wurde jedoch festgestellt: „Durch den Aufprall der Läuferin mit dem Gesäß auf den Schneekeil wurde die schnelle Drehbewegung abrupt abgebremst. Weil aber die Rotation noch mit einer Masse von etwa 400 Kilo auf den Kopf einwirkte, kam es zur tödlichen Verletzung.“ So stellte der Münchner Oberstaatsanwalt Hoedl am 14. Oktober 1994 das Verfahren ein: Alle Sicherheitsbestimmung der FIS seien eingehalten worden.</p><p>Ulli Maiers Lebensgefährte und Vater der gemeinsamen Tochter erzielte eine Wiederaufnahme. Das Verfahren nahm jedoch am 23. April 1996 bereits nach dem zweiten Verhandlungstag ein überraschend schnelles Ende. Die FIS erklärte sich bereit &#8211; &#8220;nicht aus rechtlichen Gründen, sondern aus moralischer Verantwortung&#8221; &#8211; zur Versorgung von Ulli Maiers Tochter 600.000 Schweizer Franken auf einen Fond einzuzahlen.</p><p><strong>Moralische Verantwortung<br
/> </strong></p><p>Die wirkliche &#8220;moralische Verantwortung&#8221; der FIS zeigt sich in einer anderen Reaktion auf Ulrike Maiers Tod und den Gerichtsprozeß: Seit der Saison 1994/95 müssen alle an FIS-Bewerben teilnehmenden Athleten eine Lizenz beantragen. Die erhält nur, wer eine Erklärung unterschreibt, dass er/sie die Verantwortung für die Risiken, die naturgemäß dem Rennsport innewohnen, übernimmt und die FIS, den nationalen Skiverband und die Organisatoren von jeglicher Haftung befreit. <strong></strong> <img
class="alignnone size-full wp-image-1739" title="external-link" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/external-link.jpg" alt="" width="12" height="13" /><strong> <a
title="Athleten Erklärung FIS PDF" href="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/athletenerklaerung_FIS.pdf" target="_blank">Athleten Erklärung FIS &#8211; PDF</a></strong></p><p>Solche Erklärungen sind im Profi-Sport nicht ungewöhnlich und auf den ersten Blick gerechtfertigt. Man attestiert den Läufern oberflächlich gesehen damit ja den freien Willen und das persönliche Bewusstsein für Riksiko. Schaut man die FIS Athleten Erklärung genauer an, findet man allerdings haarsträubende Zusammenhänge.</p><p><strong>Paradox</strong></p><p>Einerseits müssen die Athleten Verbände, Funktionäre, Direktoren (steht wörtlich in der Erklärung), Freiwillige und Organisatoren von jeglicher Haftung befreien. Andererseits aber zustimmen, dass sie selbst die Haftung für von ihnen hervorgerufenen Schäden an Dritten oder Sachschäden übernehmen. Die Erklärung beinhaltet auch, dass <strong>die Athleten für die Wahl, der geeigneten Ausrüstung selbst verantwortlich</strong> sind. Sie müssen jedoch akzeptieren, dass <strong>ihre Teilnahme an FIS Wettkämpfen mit der Einhaltung sämtlicher Regeln</strong>, Bestimmungen und Verfahren der Internationalen Wettkampfordnung verbunden ist.</p><p>Zur Erinnerung: Die FIS schreibt Frauen für die Saison 2012/13 Skimaterial vor, das der FIS eigenen Studie zufolge gefährlicher ist, als das bestehende Material. Die Studie kann nicht auf Testwerte mit Frauen zurückgreifen. Zahlreiche <strong>Einsprüche von den Athleten und Athletinnen</strong> gegen das neue Material wurden einfach ignoriert, obwohl in der Athleten Erklärung von ihnen verlangt wird, dass sie die Renn-Jury über allfällige Sicherheitsbedenken umgehend zu informieren haben.</p><p>Wenn Frauen und natürlich auch Männer oder die Eltern von unmündigen Nachswuchsläufern finden, dass ihnen das vorgeschriebene Skimaterial zu gefährlich und somit nicht geeignet ist, bleibt ihnen, wenn sie sich an alle Regeln halten wollen nur eines: <strong>auf die Teilnahme an Rennen zu verzichten!</strong> Nur mal angenommen eine Mehrheit der Läuferinnen würde sich beim ersten Rennen der nächsten Saison strikt an die Regeln der Athleten Erklärung halten &#8211; die FIS Funktionäre sprächen bestimmt von Streik und Meuterei!</p><p><strong>Höchste Zeit</strong></p><p>Um mit Rosa Mayreder zu sprechen: &#8220;Die beiden Geschlechter stehen in einer zu engen Verbindung, sind   voneinander zu abhängig, als dass Zustände, die das eine treffen, das   andere nicht berühren sollten.&#8221; Vielleicht braucht es um zum  Thema Sicherheit die Funktionäre wachzurütteln  ja einfach nur einmal einen stark geeinten Women-Power Auftritt? Es wäre wünschenswert, wenn die Offiziellen die Frauen zumindest dann ernst nehmen, wenn sie sich klar an die Regeln halten. Wenn nicht, tut das bestimmt die Öffentlichkeit. Sie hätte dann vielleicht sogar ein besseres Ski-Frauen Thema als Frauen-Unterwäsche, Freundschaftskrisen und Scheidungen.</p><blockquote><p><strong>RIP †</strong></p><p>Seit 1959 sind 19 Menschen im alpinen Rennsport umgekommen. Nicht nur namhafte Fahrer sondern auch nicht prominente, sehr junge Menschen. Es gibt verunfallte Läufer früherer Jahre, die in der FIS Datenbank nicht aufscheinen. Unter ihnen auch Ross Milne, der beim Abfahrtstraining zu den olympischen Spielen 1964 verstarb. Hier ein Auszug aus der FIS Athleten-Datenbank mit direkt bei FIS Veranstaltungen tödlich verunglückten Läuferinnen und Läufern:</p><p><strong>BOZON MICHEL, </strong>FIS Code 10642. Status: Retired (Anm. Kunstpiste: †23.01.1970)<br
/> <strong>REINSTADLER GERNOT, </strong>FIS Code 50307. Status: Retired (Anm. Kunstpiste: †19.01.1991)<br
/> <strong>MAIER ULRIKE, </strong>FIS Code 55048. Status: Not active (Anm. Kunstpiste: †29.01.1994)<br
/> <strong>MCGIBBON Kirsteen, </strong>FIS Code 225059. Status: Retired (Annm. Kunstpiste: †16.01.1996)<br
/> <strong>ELMER WERNER, </strong>FIS Code 511020. Status: Retired (Anm. Kunstpiste: †10.12.2002)</p><p><strong> </strong>Status: Zurückgetreten, im Ruhestand? Nicht aktiv? !! Zynisch oder einfach dumm und pietätlos, die FIS Bürokratie? Lediglich bei Ulli Maier befindet sich vor dem Namen ein Kreuz. Hier wurde auch der Status nachträglich von &#8220;retired&#8221; auf &#8220;not active&#8221; geändert. Für den Todesfall auf der Renn-Piste hat die FIS bislang offensichtlich noch keine geschmackvolle Lösung für die Hinterbliebenen gefunden. Zumindest nicht in der Datenbank.</p></blockquote><p><a
href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/siealpin/"><img
class="alignleft size-full wp-image-3236" title="pfeil_links" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/pfeil_links2.jpg" alt="" width="26" height="24" /></a> Zu Seite 1/2 Frauen im Skisport. Diskriminiert. Immer noch!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/01/siealpin-2/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Sie Alpin &#8211; Frauen im Skisport I</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/01/siealpin/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=siealpin</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/01/siealpin/#comments</comments> <pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:08:55 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Skigeschichte & Schneekultur]]></category> <category><![CDATA[Skiwelt aktuell]]></category> <category><![CDATA[Slide]]></category> <category><![CDATA[FIS]]></category> <category><![CDATA[Frauen]]></category> <category><![CDATA[History]]></category> <category><![CDATA[Irrtümer]]></category> <category><![CDATA[Skiverband]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=4573</guid> <description><![CDATA[Im Fokus: Die weiblichen Ski-Professionals. Ihre Diskriminierung. Ihre Karriere Aussichten. Wie sie im Rennsport behandelt werden. ]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Jede Frau muss in sich den mächtigen Trieb nach Freiheit finden und streben&#8230;&#8221; </strong><br
/> <em>Der ganze moderne Fortschritt des Menschengeschlechts staut sich momentan an dem Hindernis der unfreien Frau. Soll aber deren Befreiung sofort eine Wohltat werden, dann muss jede Frau in sich den mächtigen Trieb nach Freiheit finden und streben, ihn durch alle ihre erreichbaren Mittel zu betätigen. Ein kleiner Beitrag zu der Befreiung der Frauen ist die Pflege des Sports von Seiten des weiblichen Geschlechts. So eine Neuerung gegen den Willen der oft verzopften Umgebung durchzuführen, ist nicht leicht, und dass sie dennoch durchgeführt wird, ist ein herrlicher Beweis für der Frauen Tatkraft, die trotz der jahrtausendelangen Knechtschaft nicht vernichtet werden konnte.</em></p><p><img
class="alignleft size-full wp-image-4705" title="erika mahringer" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/wedeln.jpg" alt="" width="119" height="132" />Bereits 1896 wies Skipionier Mathias Zdarsky deutlich auf die wichtige Rolle der Frau für die Gesellschaft,  in seinem Buch über das Alpine Skifahren, hin. Frauen, die damals zwar noch vehement um die Skihose zu kämpfen hatten, fanden Skifahren aber auch in langen Röcken interessant. Und schon bei den ersten Alpinen Skiweltmeisterschaften 1931 und den ersten Alpin Ski-Rennen bei Olympischen Spielen 1936 gab es Frauen Bewerbe. Nicht nur im Kampf ums Beinkleid, sondern auch um das Startrecht hatten sich die Alpin-Frauen recht früh durchgesetzt.</p><p><strong>Lady Ski</strong></p><p>Lange bevor Skis als Sportgerät entdeckt wurden, hatten Skandinaviens Frauen eigene „Mädchen-Skis“.  Kürzer, leichter und mit Schnitzereien verziert. <strong><a
title="lady skis - ur-kunstpiste" href="http://01.kunstpiste.edelwiser.vss.kapper.net/archive.php?report=118" target="_blank">Lady Skis</a></strong>, die es seit einigen Jahren in jedem Skiladen gibt, sind also nichts neues. Oft wird gleiche oder gar mindere Qualität von Unisex-Modellen zwar mit Blümchen-Optik aufgepeppt. Doch der Trend zeigt, dass auch die Ski-Industrie in Frauen eine &#8220;Zielgruppe&#8221; sieht. Auf den ersten Blick scheint in der Skiwelt also alles in Ordnung mit der Gleichstellung der Geschlechter. Zumindest im Freizeit-Bereich.</p><p><strong>Frauen im Schnee</strong></p><p>Wagen wir einen Blick auf die weiblichen Professionals im Schnee. Hier sieht es ganz anders aus. Im Skilehrwesen stimmt die Frauen-Quote nur im Kinderbereich. Dass sie Nasen putzen können und viel Geduld aufbringen, das traut man Frauen gern zu. Expertinnen, die am höchsten Level, etwa in Ausbildungsteams von Skilehrerverbänden arbeiten, sind aber nach wie vor sehr rar. Noch drastischer zeigt das Bild fehlende Frauen im Alpinen Betreuerbereich. Neben Masseurinnen und Physio-Therapeutinnen finden sich höchstens für den Nachwuchs Trainerinnen in den Experten-Crews der nationalen Verbände. In den offiziellen Skisport-Ämtern der Verbände sind Frauen so spärlich vertreten, dass der Verdacht auf Quoten-Frauentum gar nicht erst aufkommt.</p><p><strong>Patriarchalische Hierarchie</strong></p><p>Das legt den Gedanken an patriarchalische Hierarchien im Skisport nahe und wirft die Frage auf, wie es den Akteurinnen des Rennsports in solchen Männer-Hierarchien geht. Sprechen wir hier besser nicht zu ausführlich von der öffentlichen  Aufmerksamkeit für Ski-Athletinnen, die von den Medien viel öfter als Männer auf private und am liebsten intime Details reduziert gerichtet wird. Mit Sport hat das rein gar nichts zu tun, wenn jüngst die Presse Tina Mazes Ausrüstungs-Kontrolle mit  Höschenkrieg titelt und dabei mit keinem Wort den faulen Kern der Sache erwähnt. Wie unmöglich und inkonsequent sich die FIS dabei gegenüber allen Athleten verhält!</p><p><strong>Komischer Antrag<br
/> </strong></p><p>Unmöglich war auch die Reaktion des FIS Damen Renndirektors Atle Skårdal beim World Cup in Bad Kleinkirchheim. Lara Gut, die als Repräsentantin der Athletinnen,  auf Probleme der Fahrerinnen mit der Linienführung im Abfahrtslauf aufmerksam machte, wurde abgekanzelt. Skårdal erwähnte bei der Teamleiter Sitzung, dass er einen <strong>„komischen Antrag“</strong> erhalten hätte. „Die Fahrerinnen scheinen etwas falsch verstanden zu haben: Sie können uns auf Gefahren hinweisen. Auf einen zu hohen Sprung, wenn die Piste zu weich ist und so weiter. Aber wenn ihnen die Kurssetzung nicht gefällt&#8230; Das kann man nicht ernstnehmen!“</p><p><strong>Nicht ernst nehmen ist </strong><strong>kein Spaß</strong></p><p>Meine Herren &#8230; wenn Männer sich so aufplustern, werden selbstbewusste Frauen das ihrerseits alles andere als ernst nehmen. Wo der Spaß allerdings wirklich aufhört, das ist die Sicherheit. Bei der Änderung der <a
title="material studie" href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/fis-material-studie-unzureichend/" target="_blank">Material-Regeln für GS Skis für die Saison 2012/13</a> hat sich die FIS neben anderen gewaltigen Recherche- und Forschungspatzern in Bezug auf die Sicherheit der Athletinnen gravierende Fehler geleistet. Frauen müssen zukünftig mit Radien und Längen fahren, die in der Studie als am gefährlichsten ausgewiesen wurden. Und das obwohl keine einzige Frau in die  Tests involviert war.</p><p><strong>Milchmädchen Rechnung im Labor</strong></p><p>Hochgerechnet haben wollen die FIS Forscher die Ergebnisse der männlichen Probanden auf die anatomischen Voraussetzungen von Frauen. Bei allem Respekt vor der Wissenschaft. Diversität und besonders weibliche Vielfalt scheint in den FIS Laboratorien wirklich ein Fremdwort zu sein und die Gleichstellung der Geschlechter mit Gleichmachung verwechselt zu werden. Entweder haben die Herren eine geniale Hochrechnungs-Formel entdeckt, ein überragendes 3D Simulationsprogramm entwickelt, alle und besonders die Frauen für Dumm verkauft. Oder einfach nur gespart? An der Sicherheit der Frauen, die im Schnitt ein höheres Rennpensum als die Männer absolvieren, deren nachteilige Position in der Gehaltsschere aber eklatant ist.</p><p
style="text-align: right;"><a
href="http://www.kunstpiste.com/2012/01/siealpin-2/"><img
class="alignright size-full wp-image-3125" title="pfeil_rechts" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/pfeil_rechts.jpg" alt="" width="26" height="24" /></a>Frauen im Skisport und die moralische Verantwortung der FIS &#8211; Zu Seite 2/2</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/01/siealpin/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>edelfirn 2012</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/01/edelfirn_2012/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=edelfirn_2012</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/01/edelfirn_2012/#comments</comments> <pubDate>Sun, 15 Jan 2012 10:37:06 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Kurven-Schule]]></category> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Slide]]></category> <category><![CDATA[Touren, Gondeln, Abfahren, Reisen]]></category> <category><![CDATA[Wohlbefinden & Spürsinn]]></category> <category><![CDATA[Carving]]></category> <category><![CDATA[Community]]></category> <category><![CDATA[Firn]]></category> <category><![CDATA[Körper]]></category> <category><![CDATA[Lernen]]></category> <category><![CDATA[Sinne]]></category> <category><![CDATA[Skitechnik]]></category> <category><![CDATA[Stil]]></category> <category><![CDATA[Workshop]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=4556</guid> <description><![CDATA[Über den Firn gleiten. Die Wendigkeit am Ski entdecken. Lachen und Freunde treffen. Sich verwöhnen lassen. Die Oberstdorfer edelfirn Tage darf man sich nicht entgehen lassen. ]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Echte Firn-Gleiter tauen im Frühling so richtig auf. Was gibt es  Schöneres, als über butter-weiche Hänge zu schmurgeln und sich in der  Mittagspause die ersten warmen Sonnenstrahlen mit Ausblick über Gipfel  in allen Richtungen auf den Winterpelz scheinen zu lassen. Die Allgäuer  Skiberge rund um Oberstdorf scheinen extra dafür gemacht. Weite Hänge,  hoch droben und Firn-Gipfel soweit das Auge reicht.</p><p><img
class="alignnone size-large wp-image-4558" title="nebelhorn firn" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/nebelhorn-firn-626x295.jpg" alt="" width="620" height="292" /></p><p>Das Team vom <a
href="http://www.hotel-bergruh.de/" target="_blank">Hotel Bergruh</a>,&#8221;<a
href="http://www.edelwiser.com" target="_blank">edelwiser</a> Homebase Germany&#8221;, wird Euch natürlich wieder auf Händen tragen und Thomas zeigt Euch gerne seine Lieblingshänge. Im Wellnessbereich, kann man nach dem Skifahren bestens entspannen, beim liebevoll zubereiteten 4 Gang Wahlmenü am Abend Kraft tanken. Fachsimpeln und Geselligkeit im Pilsstüble dürfen natürlich auch nicht fehlen!</p><h3>Kurvenschule &#8211; 30. &amp; 31.3. 2012</h3><p>Thema: Firn-Gleiten so zart wie ein Zitronensorbet. Gewandt Skifahren entdecken<br
/> Skifahren  geht am einfachsten und ohne körperliche Schäden, wenn man sich aus der  Körper-Mitte bewegt. Hier liegen die starken Muskeln und Knochen. Auch  die Kraft entspringen der Körpermitte, denn im Becken „laufen alle Fäden  zusammen“, die eine optimale Koordination hin zum gewandten Bewegen auf  Ski ermöglichen. In diesem zweitägigen Workshop geht es um neue  Erfahrungen mit Gewandtheit. Skifahren so richtig aus dem Bauch heraus  zu erspüren und sich die Kurven auf der Zunge zergehen lassen.</p><p>Gut ausbalanciert Ski zu fahren, ist das Wichtigste um sicher und effizient  am Schnee zu gleiten. Skifahren funktioniert durch Verlassen und  Wiedererlangen des Gleichgewichts, genau wie das Gehen. Im Workshop geht es deshalb in erster Linie um eine gute Balance. Wichtig! Es gibt diesmal ein ergänzendes “Trocken-Training”. Bitte nehmt lockere Kleidung und bequeme Schuhe ohne Absätze mit. Das “Trocken-Training” ist sprichwörtlich zu verstehen. Niemand kommt dabei ins Schwitzen. Es geht hauptsächlich darum, die Balance beim ganz normalen Gehen zu erforschen.</p><p><strong>Workshop Teilnehmerzahl limitiert. Maximum 8 Personen – bitte um Voranmeldung!</strong></p><blockquote><p>Ablauf</p><ul><li>Donnerstag 29.3 . – Kennenlernen beim gemütlichen Abendessen um ca. 19:30 Uhr (Frühanreisende können natürlich schon am Donnerstag Skifahren gehen)</li><li>Freitag 30. &amp; Samstag 31.3. – ganztägig gemeinsames Skifahren oder Kurven-Schule mit Nicola bis ca. 16:00 Uhr, danach steht der Wellnessbereich zum Entspannen zur Verfügung, gemeinsames Abendessen ab 19:30</li><li>Sonntag 1.4.  Abreise/gemeinsames Skifahren.</li></ul><p>Preis</p><ul><li> Wohnen und Geniessen:  ab Euro 276,- pro Person/4 Nächte im Doppelzimmer mit Wohnteil, inkl. Halbpension, zzgl. Kurtaxe. Einzelzimmer auf Anfrage.</li><li>Liftticket:  3 Tageskarte 80,-</li><li>Kurven-Schule mit Nicola 6. &amp; 7.4.  – 100,- / Person</li><li>Test-Skis sind im Package inkludiert</li></ul><p><strong>Anmeldung</strong><br
/> Hotel Bergruh<br
/> Thomas Keiß</p><p>+49 8322 919-0</p><p><a
href="mailto:info@hotel-bergruh.de" target="_blank">info@hotel-bergruh.de</a></p><p><a
href="http://www.ichwillberge.de" target="_blank">http://www.ichwillberge.de</a></p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/01/edelfirn_2012/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>FIS Material-Studie &#8211; unzureichend!</title><link>http://www.kunstpiste.com/2012/01/fis-material-studie-unzureichend/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fis-material-studie-unzureichend</link> <comments>http://www.kunstpiste.com/2012/01/fis-material-studie-unzureichend/#comments</comments> <pubDate>Mon, 09 Jan 2012 12:57:49 +0000</pubDate> <dc:creator>nicola</dc:creator> <category><![CDATA[Ski Magazin]]></category> <category><![CDATA[Skiwelt aktuell]]></category> <category><![CDATA[Slide]]></category> <category><![CDATA[FIS]]></category> <category><![CDATA[Rennlauf]]></category> <category><![CDATA[Skiverband]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.kunstpiste.com/?p=4519</guid> <description><![CDATA[Obwohl die heurige Saison mit gewohntem Material sehr Verletzungsarm läuft, beharrt die FIS weiter auf den riskanten Material-Regeln für 2012/13.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Man soll zwar keine schlafenden Hunde wecken, schon gar nicht bevor die Speed-Bewerbe am Hahnenkamm und in Wengen über die Bühne gegangen sind. Trotzdem darf man sich freuen. Der heurige World-Cup Winter verlief bislang äußerst Verletzungsarm. Und das obwohl mit Skis gefahren wird, die nach Ansicht der FIS Experten viel zu aggressiv und deshalb zu gefährlich sind.</p><p
style="text-align: left;"><img
class="aligncenter size-full wp-image-4544" title="alte holzskis mit kehlung © Tomo Jesenicnik - Fotolia.com" src="http://www.kunstpiste.com/wp-content/uploads/Fotolia_alte-skis.jpg" alt="" width="548" height="219" /><strong>Ignoranz</strong></p><p>Es wurde daher eine Änderung der Materialregeln für die Saison 2012/13 beschlossen. Die GS Skis werden länger und mit drastisch größeren Konstruktionsradien verordnet. Die Meinung der Athleten dazu wurde nicht beachtet, obwohl 80% der World-Cup Aktiven eine Petition dagegen unterschrieb. Auch die Mehrheit der Ski-Industrie zeigte sich alles andere als erfreut. Enorme Entwicklungskosten sind neben anderen Punkten ein Faktor, der es der ohnehin gebeutelten Branche nicht einfacher macht.</p><p><strong>Schuss ins Knie </strong><strong></strong></p><p>Dass die neuen Materialregeln in puncto Sicherheit ein sprichwörtlicher Schuss ins Knie werden können, davor warnte David Dodge, anerkannter Skiexperte und Biomechaniker aus USA, in einem <strong><a
title="dodge letter skiers.pro" href="http://skiers.pro/2011/12/28/scientific-logic-behind-the-changing-of-ski-regulations-is-flawed/" target="_blank">offenen Brief die FIS</a>. </strong>Er verweist dabei unter anderem auf Langzeit Studien, die belegen, dass gute Carving-Eigenschaften am Ski, das Knieverletzungsrisiko senken. Dodge hegt dabei ganz offene Zweifel an der wissenschaftlichen Logik, die hinter der Studie zur Änderung der Materialregeln steckt.</p><p><strong></strong><strong>Tendenziöse Wahrnehmung in der Ursachenforschung</strong></p><p>Bei genauer Betrachtung der Studie tun sich mir nicht nur Zweifel an der Logik auf. Ich halte die Vorgehensweise der FIS im Bezug auf die Sicherheit der Athleten für grob fahrlässig. Informationen, die nicht reglementierbar sind wurden ausgeblendet, da sie für die Forschung  zusätzliche Irritationen bedeuten würden. Die Studie beruht auf tendenziösen Annahmen und die Regeln widersprechen zum Teil sogar den Ergebnissen.</p><p><strong>Unzureichend, widersprüchlich, tendenziös</strong></p><p>Wer eine Studie so abqualifiziert, muss ins Detail gehen, um sich nicht selbst dem Vorwurf der Unseriosität auszusetzen:</p><blockquote><p><strong>1. Unzureichende Betrachtung des Materials</strong></p><p>Die Studie berücksichtigt nur die geometrischen Parameter von Skis. Alle anderen Parameter wurden in der Untersuchung ausgeklammert, da sie vorab als schwer oder nicht reglementierbar eingestuft wurden.</p><p>Zum Beispiel:</p><p>- Die allgemein bekannte Tatsache, dass die elastitizäts Parameter eine entscheidende Rolle für die Fahreigenschaften eines Skis spielen und unabhängig von den geometrischen Parametern verändert werden können, findet keine Berücksichtigung.</p><p>- Aus der Studie geht nicht hervor wie sich das neue Skimaterial im Hinblick auf die Kompatibilität mit anderen Ausrüstungsteilen (Schuhe, Platten, Bindungen etc.) verhält bzw. wie diese Teile adaptiert werden können.</p><p><strong>2. Unzureichende Betrachtung von Athleten</strong></p><p>Die Studie befasst sich nicht mit den tatsächlichen unterschiedlichen Auswirkungen des neuen Materials auf unterschiedliche anatomische Voraussetzungen von Läufern.</p><p>Zum Beispiel:</p><p>- In der Studie fehlen die tatsächlichen Werte für Frauen und Nachwuchsläufer, da die Materialtests ohne weibliche und jugendliche Testpersonen durchgeführt wurden.</p><p>- Frauen müssen zukünftig mit Radien und Längen fahren, die in der Studie als am gefährlichsten ausgewiesen wurden. In der Studie fehlen aber die Angaben über die Art der Hochrechnung der Werte für den Frauen- bzw. Nachwuchsbereich.</p><p><strong>3. Unzureichende Betrachtung von Bedingungen</strong></p><p>Die der Studie zugrunde liegenden Tests wurden nicht unter Wettkampf-Bedingungen durchgeführt.</p><p>Zum Beispiel:</p><p>- Die Länge der Testläufe (20 – 34 Sekunden Fahrzeit) lässt keine Rückschlüsse auf den Ermüdungsfaktor zu, der in der Ursachen-Erhebung für Unfälle als Evident eingestuft wurde.</p><p>- Es ist davon auszugehen, dass die Probanden die Testläufe nicht mit vollem Wettkampf-Risiko absolvieren konnten oder wollten („Daten-Rucksäcke“, Verkabelungen, ungewohntes Material)</p><p><strong>4. Unzureichende Betrachtung von indirekten Folgen</strong></p><p>Die Auswirkungen des neuen Materials auf indirekte Risikofaktoren wurde nicht untersucht.</p><p>Zum Beispiel:</p><p>- Die Auswirkungen von zu erwartenden erhöhten Driftanteilen auf die Pisten-Qualität wird nicht beachtet.</p><p>- Es besteht erheblicher Grund zur Annahme, dass die Athleten ihre Fahrtechnik mit dem neuen Material im Hinblick auf höchste Effizienz umstellen werden. Es wurde nicht untersucht welche Gesundheits/Verletzungs-Risiken eine veränderte Fahrtechnik in sich birgt.</p></blockquote><p><strong>Schlafende Hunde soll man nicht wecken</strong></p><p>Die FIS Funktionäre richten sich zweifelsfrei an der Wahrnehmung und dem Handeln der eigenen Person oder &#8220;ihrer&#8221; Institution aus. An ihrer Geltung, Wirkung und Absicherung und nicht an der &#8220;Sache&#8221;. Sache der FIS wäre, die an sie gestellte Aufgabe zu lösen. Für ein grösstmögliches Mass an Sicherheit zu sorgen.  Sie tut das Gegenteil. Statt relativ einfache und unbedenklichen Veränderungen wie Luftdurchlässigkeit an Rennanzügen durchzusetzen, gräbt man in einem Feld in dem der Verletzungshund so richtig begraben sein könnte. Sollten dabei Schaden entstehen, werden die Funktionäre aber sicher auch für die nächste Saison einen schwarzen Peter aus dem Talon ziehen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.kunstpiste.com/2012/01/fis-material-studie-unzureichend/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> </channel> </rss>
